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Augenklinik

Augenklinik und Poliklinik
Josef-Schneider-Straße 11
97080 Würzburg
k-augen@augenklinik.uni-wuerzburg.de

Makula pucker, epiretinale Gliose, Zellophanmakulopathie

Krankheitsbild

Meist ab dem 60. Lebensjahr kann ein Verzerrtsehen auftreten, das durch ein auf der Netzhautoberfläche wachsende Membran hervorgerufen wird. Die Diagnose kann nicht anhand der Symptome gestellt werden, da ähnliche Beschwerden auch z.B. durch Entzündungen der zentralen Netzhaut oder durch eine altersbedingte Makuladegeneration hervorgerufen werden.

Ein Makulapucker kann über viele Jahre unverändert bleiben, manchmal sich sogar spontan zurückbilden. Bei noch gutem Sehvermögen ist eine Operation bezüglich Risiko und Nutzen gut abzuwägen. Wenn das Lesevermögen stark beeinträchtigt ist, oder das Ausmaß des Verzerrtsehens unerträglich, ist etwa der Zeitpunkt einer Operation gekommen. Man kann das Verzerrtsehen mit der sog. Amslerkarte selbst überprüfen, aber auch durch Zuhalten des gesunden Auges und Blick auf das Fliesenmuster im Bad.

Behandlungsmöglichkeiten

Es wird eine Pars plana Vitrektomie durchgeführt. Dabei wird mit sehr feinen ins Auge eingeführten Instrumenten der gesamte Glaskörper einschließlich der zum Verzerrtsehen führenden Membranen entfernt. Anschließend erfolgt unter Umständen eine Tamponade der Netzhaut vom Augeninneren her mit Luft oder einem Gas.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Mehrheit der Patienten nach einer Operation ein besseres Sehvermögen hat, als Patienten ohne Operation. Wichtige Risiken der Pars plana Vitrektomie sind häufig die Entstehung einer Katarakt, selten einer Netzhautablösung, sehr selten einer Infektion.